Die Kosten für Feuerwehrfahrzeuge sind in den letzten Jahren enorm gestiegen, eine Drehleiter kostet heute weit über 900.000 Euro. Einer der Hauptgründe: Fast jede Kommune schreibt ihre Fahrzeuge einzeln aus, was nicht nur die Preise treibt, sondern auch den Verwaltungsaufwand erhöht. Der Landtagsabgeordnete und Sprecher für Brand- und Katastrophenschutz der GRÜNEN Landtagsfraktion, Christoph Sippel, hat dazu kürzlich im Plenum klare Forderungen gestellt.
Sippel erklärt: „Das Land soll Standardfahrzeuge zentral beschaffen. Das spart Geld durch Mengenrabatte, entlastet die Kommunen und schafft Einheitlichkeit. Denn aktuell ist jedes Fahrzeug individuell, auch wenn es dieselbe Bezeichnung trägt. Das kostet im Einsatz wertvolle Sekunden und erschwert die Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule."
Dass Landesbeschaffungen funktionieren, beweist das Beispiel der Löschgruppenfahrzeuge LF 10 KatS: Über 450 einheitliche Fahrzeuge wurden so erfolgreich landesweit beschafft. In einem aktuellen Antrag fordert die GRÜNE Landtagsfraktion daher, dass die Landesregierung künftig jährlich oder zweijährlich Landesbeschaffungen von Standardfahrzeugen wie ELW 1, Drehleitern oder TSF-W anbietet. Ergänzend soll eine zentrale Ersatzteilstelle mit begleitender Datenbank eingerichtet werden, damit Feuerwehren ihre Fahrzeuge langfristig im Einsatz halten können.
Umso unverständlicher ist für Sippel die Entscheidung der Landesregierung, die geplante Landesbeschaffung des Einsatzleitwagens 1 in diesem Jahr zu streichen. Kommunen, deren Fahrzeuge bald nicht mehr einsatzfähig sind, müssen nun kurzfristig und unter Zeitdruck teure Einzelbeschaffungen anstoßen, was Sippel als den falschen Weg bezeichnet. Feuerwehren, Kommunen und sogar SPD-Bürgermeister forderten mehr Einheitlichkeit und Synergien. Die GRÜNEN setzen sich dafür ein, für effiziente Beschaffung, weniger Bürokratie und beste Einsatzbedingungen für die hessischen Feuerwehrkamerad*innen.
Den vollständigen Antrag finden Sie hier: https://t1p.de/98wua