Die geplante Erneuerung der Landesstraße L 3147 zwischen Melsungen und dem Ortsteil Günsterode bringt erhebliche Herausforderungen für die lokale Infrastruktur mit sich.
Auf eine Kleine Anfrage von Christoph Sippel, MdL (Bündnis 90/Die Grünen), antwortete Verkehrsminister Mansoori, dass die Sanierung des östlichen Abschnitts (zwischen Melsungen-Kirchhof und Melsungen-Günsterode) nach aktuellem Stand für das Jahr 2028 vorgesehen ist. Dies stehe jedoch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers zum Landesstraßenbauhaushalt 2028.
Besonders herausfordernd ist die geplante Verkehrsführung: Die Sanierungsarbeiten auf der gesamten Strecke zwischen Melsungen - Kirchhof und Kirchhof- Günsterode können aufgrund rechtlicher Vorgaben zu Sicherheitsabständen nicht unter halbseitiger Sperrung, sondern nur unter einer vollständigen Vollsperrung durchgeführt werden. Konkrete Angaben zu den Bauabschnitten und den genauen Umleitungsstrecken liegen derzeit noch nicht vor; diese sollen im Rahmen von Abstimmungen mit Gemeinden, Polizei und Busunternehmen sowie durch Ortstermine eruiert werden.
Ein besonderer Kritikpunkt bleibt die Vernetzung der Verkehrswege: Trotz Forderungen der Kommune ist eine Verknüpfung der Straßensanierung mit der Herstellung einer neuen Radwegeverbindung zwischen Melsungen und Günsterode nicht vorgesehen.
Für den westlichen Abschnitt der Strecke (zwischen Melsungen und Kirchhof) gibt es zudem noch keinen belastbaren Zeitplan, da die Sanierung in unmittelbarer Abhängigkeit zu einem in Planung befindlichen Radweg steht, der durch einen sensiblen Naturraum verläuft und derzeit umweltfachlich sowie rechtlich geprüft wird.
Ich werde die weiteren Planungen kritisch begleiten“, so Christoph Sippel. „Die Straße muss dringend saniert werden, das ist offensichtlich. Genauso notwendig ist es jedoch in den Planungen auf der gesamten Strecke von Melsungen bis Günsterode einen Radweg vorzusehen.
Auch muss eine vernünftige Alternativroute für Rettungskräfte sowie den Busverkehr während der Bauarbeiten realisiert werden, die gleichzeitig so wenig wie möglich des sensiblen Naturraums berührt.“
Die vollständige Kleine Anfrage von Christoph Sippel sowie die Antwort des Ministers gibt es unter folgendem Link: https://gruenlink.de/5xurrzag82